Sicherheitsupdate

AdministratorPhiline Winter
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Ende 2025 hat das mizius Netzwerk seine Sicherheitsmaßnahmen erheblich verstärkt. Auslöser waren gravierende DDoS-Attacken im Sommer sowie zum Jahreswechsel, die mehrere Dienste und Websites lahmlegten. Die neuen Maßnahmen bieten nicht nur besseren Schutz vor Angriffen, sondern setzen auch auf ein Sicherheitsmodell, das Bedrohungen aktiv erkennt und abwehrt – noch bevor sie Schaden anrichten. Hier sind die wichtigsten Neuerungen im Überblick.

Sicherheitsänderungen


DDoS- und Botnet-Abwehr

2025 wurde mizius von koordinierten DDoS-Angriffen getroffen. Besonders stark betroffen war der Projekt-Minecraft-Server – Millionen Anfragen aus Botnetzen trafen gleichzeitig ein. Auch andere Webdienste gerieten ins Visier der Angreifer.

Um solche Angriffe abzuwehren, setzt das Netzwerk nun auf eine mehrstufige Verteidigungsstrategie. Fortgeschrittenes Rate Limiting verlangsamt verdächtige Anfragen. IP-Reputation-Filter blockieren bekannte Angriffsquellen, und geografische Filterung regelt den Zugriff nach Herkunft. Ergänzt wird dies durch eine global verteilte Cloud-Infrastruktur, die auf skalierbaren Cloudflare-Servern basiert. So bleibt die Servicequalität auch unter Angriffen erhalten – plötzliche Traffic-Spitzen werden zuverlässig abgefangen.

Verbesserte Überwachung und Protokollierung

Ein zentrales Element der neuen Sicherheitsarchitektur ist umfassendes Monitoring. Das System überwacht permanent alle Leistungskennzahlen und Sicherheitsindikatoren. Durch Echtzeitüberwachung werden Anomalien sofort erkannt, Sicherheitsvorfälle schnell identifiziert und behoben. Dies verringert das Risiko, dass Angriffe Schäden verursachen.

Zero-Trust-Architektur

Das Sicherheitsmodell basiert jetzt auf dem Zero-Trust-Prinzip – ein grundlegender Wandel. Kein Zugriff wird mehr automatisch gewährt, weder intern noch extern. Jede Anfrage muss sich stets authentifizieren und autorisieren. Selbst als sicher geltende Netzwerkbereiche werden nicht mehr als vertrauenswürdig betrachtet, jeder Zugriff wird explizit geprüft.

Erweiterte Bedrohungserkennung (UEBA und SIEM)

Die Bedrohungserkennung wurde um zwei Systeme erweitert. UEBA (User and Entity Behavior Analytics) analysiert das Verhalten von Nutzern und Systemen, um ungewöhnliche Muster zu erkennen, die auf kompromittierte Konten oder Insider-Bedrohungen hindeuten. SIEM (Security Information and Event Management) sammelt sicherheitsrelevante Daten aus allen Netzwerkteilen und bietet einen umfassenden Überblick über potenzielle Bedrohungen und laufende Angriffe.

Endpoint Detection and Response (EDR)

Alle Geräte im Netzwerk sind nun mit Endpoint Detection and Response ausgestattet. EDR erkennt und stoppt Angriffsabläufe in Echtzeit, bevor größerer Schaden entsteht. Zusätzlich wurde das Netzwerk in Mikro-Segmente unterteilt. Dadurch wird es Angreifern deutlich erschwert, sich seitlich im Netzwerk zu bewegen und mehrere Bereiche gleichzeitig zu kompromittieren.

Zusammenspiel der Sicherheitskomponenten

Die Maßnahmen greifen wie Zahnräder ineinander. SIEM sammelt alle sicherheitsrelevanten Daten. UEBA sucht darin nach auffälligen Verhaltensmustern. EDR blockiert Angriffe direkt an den Endpunkten. Die Mikro-Segmentierung verhindert, dass Angreifer sich frei im Netzwerk bewegen können. Gemeinsam bilden sie ein mehrschichtiges Verteidigungssystem gegen moderne Cyber-Bedrohungen.

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